1,5 km Stützmauer in Obervogelgesang
Der Haltepunkt Obervogelgesang liegt im engen Elbtal an der Eisenbahnstrecke Dresden-Prag, 5 km entfernt von der Stadt Pirna. Der im Jahre 1848 begonnene Streckenausbau gestaltete sich durch die sehr steilen und sehr weit an die Häuser reichenden Talwände äußerst kompliziert. Die Streckenführung war vor den Gebäuden in Elbnähe nicht möglich. So entschied man sich, Stützmauern zu bauen, die über ca. 2 km die Bahn sehr nahe an der Talwand entlang führt. Die aus Sand- und Bruchstein bestehende Futtermauer ist 1.407 m lang und bis zu 8,50 m hoch.
| Auftraggeber | EBK Ingenieure GmbH Weimar |
|---|---|
| Zeitraum | August 2004 |
| Informationen | Deformationsmessungen, Profile (CAD-Dokumentation, Berechnungen) |
| Verwendete Systeme | AutoCAD, TachyCAD, Excel |
Vorgehensweise
Für die Sanierungsplanung waren die von 1999 bis 2004 durchgeführten Deformationsmessungen zu ergänzen. Dafür wurden folgende Leistungen realisiert:
- tachymetrische reflektorlose Messung der vorhandenen Messmarken (˜ 150 Punkte) – soweit möglich;
- reflektorloses Abscannen ausgewählter Wandfelder zur Bestimmung der Deformation;
- Auswertungen bzgl. der Veränderungen zur Messreihe 1999-2004 sowie die Verformungen orthogonal zur Wand.
Die Messungen gestalteten sich durch die schwierigen Aufstellmöglichkeiten der Messgeräte sowie die intensive Nutzung der zweigleisigen Strecke – bis auf kurzzeitige Vollsperrungen während der Messungen – sehr kompliziert.