Historische Mauern der „Steinsburg“ in Römhild
Auf dem „Kleinen Gleichberg“ bei Römhild (Landkreis Hildburghausen) existieren mehrere Steinwälle aus vorgeschichtlicher Zeit (5.-1. Jh. v.u.Z.), die Rückschlüsse auf eine keltische Siedlung mit stadtähnlichem Charakter zulassen. Einige dieser Steinwälle, deren Bedeutung man schon im 18. Jh. erkannte, wurden freigelegt. Sie wurden teilweise konservatorisch behandelt, befinden sich aber in kritischem Zustand.
Um einen weiteren Verfall zu verhindern, wurden einige Mauern bzw. Mauerabschnitte abgebrochen und unter Einbeziehung von Stabilisierungsmaßnahmen neu errichtet. Für dieses Vorgehen wurde eine exakte Dokumentation des momentanen Zustandes aller relevanten Mauerabschnitte unter Nutzung verschiedener Aufnahmeverfahren notwendig.
| Auftraggeber | Verein der Steinsburgfreunde e. V. Römhild/ Architekturbüro D. Pradler |
|---|---|
| Objekt | „Steinsburg“ in Römhild |
| Zeitraum | Juni – August 2003 |
| Informationen | Messpunkte/-raster, Ortho-Fotos, steingerechte Darstellung der Ansichten |
| Verwendete Systeme | PhotoPlan, AutoCAD |
Aufgabe
Im ersten Schritt wurde auf die für die Sanierung vorgesehenen Bereiche der Mauern mittels Vertikalabsteckung ein Punktraster im Abstand von 50 x 50 cm aufgebracht. Dieses wurde manuell im Abstand von 10 x 10 cm verfeinert und anschließend eine Nummerierung, sichtbar repräsentiert durch Aufkleber, aller Steine vorgenommen. Jeder Punkt dieses Feinrasters wurde per Tachymeter erfasst und für die Fotoentzerrung in einem AutoCAD-Plan dokumentiert. Die entzerrten Fotos bzw. deren Bildverband dienten als Basis für die Generierung der steingerechten Darstellung dieser Objekte.
Ziel
Neben dem Ziel, den aktuellen Zustand dieser historisch interessanten Objekte möglichst realitätsnah zu dokumentieren, wurden die genannten Vermessungen und Darstellungen auch als Grundlage für Vertikal- und Horizontalbsteckungen für die bauliche Umsetzung des Vorhabens (Abbruch und Neuerrichtung) verwendet.